Mein Persönlicher Tip
Für alle, die schon über die ‘Web-Visitenkarte’ hinaus sind:
Mein persönlicher Favorit zum Erstellen und Pflegen (ja wirklich: Pflegen) von Google-Sitemaps: GSiteCrawler von SOFTplus ist zu finden unter http://johannesmueller.com/gs/. Ein umfangreiches, nützliches Tool, mit dem man Projekt-orientiert Google Sitemaps für mehrere Websites unterhalten kann. Im Automatik-Betrieb arbeitet das Tool völlig alleine, crawlt die Siten, aktualisiert die Sitemaps, lädt sie auf die Website(s) und informiert auch noch Google via Ping über die Änderung. Toll gemacht – und kostenlos.
Und diejenigen, die ein günstiges Script für ihre Mitglieder-Seiten Verwaltung suchen, sollten sich MembershipSiteManager näher anschauen. Das PHP Script automatisiert die Mitgliederverwaltung, Zahlungsabwicklung und Zugangskontrolle von Mitglieder-Bereichen einer Website. Das Script ist unverschlüsselt und die Installation wird mit einer ausführlichen Anleitung unterstützt – aber es ist nichts für blutige Anfänger; ein bisschen Webmaster-Know How sollte man schon mitbringen.
Und wer weitersuchen will, kann sich bei www.membersitesoftware.net umschauen.
Website Marketing = SEO + Affiliate + Autoresponder + Info-Product?
… So oder ähnlich sehen die gängigen Kochrezepte aus. Der volle Hype in den USA und eigentlich ‘world-wide’ – ist doch die Internet-Weltsprache inoffizell/offiziell längst schon Englisch – egal ob am Terminal ein US-Amerikaner, ein Engländer, ein Australier sitzt; aber auch für Japaner, Koreaner, Chilenen, Mexikaner, Chinesen oder Inder – wenn einer professionell Internetten will, dann muss er wenigstens Englisch lesen können. Auch wir Deutsch-sprachigen. Punkt.
Also jetzt das Kochrezept:
Erstens ein ‘Info-Product’ soll es sein – schliesslich dreht sich ja das ganze Internet letztendlich nur um Informationen, oder? Und wir leben ja schliesslich im ‘Information-Age’, im Zeitalter des Wassermanns, in dem es nicht mehr so sehr um Gefühle und Mitmenschlichkeit, sondern um Kommunikation, Luftigkeit, das Merkur-Prinzip und den schnellen Informationsaustausch geht… Global eben. Egal ob nun als Mega-Konzern, oder als Internetpreneur mit Einem CEO=Sales Manager=Customer Support Agent=Logistics Manager=Putzteufel. Schliesslich haben alle die gleichlangen Spiesse – sprich: gleichgrossen Bildschirme beim Surfer – jedenfalls beinahe. Das ultimativ Demokratische – aber nur für die Idialisten…
Denn auch hier gilt: Wer mehr weiss, kann es besser. Know-How Vorsprung = Marktvorsprung = Cash-Flow Vorsprung. Also auch hier eine Erste Welt, Zweite Welt und Internet-Dritte Welt… noch krasser sogar: Es gibt doch hier immer auch noch eine grosse Internet-Nicht-Welt…
Zweitens der Skaleneffekt. Um den Nutzen zu können muss man automatisieren; wie sonst soll man als One-Man Weltkonzern mit 100’000 Besuchern am Tag fertigwerden können und am Ende des Tages mit zufriedenen Kunden auch noch Geld verdienen – wo doch im Internet immer alles gratis zu haben ist…
Also Autoresponder. Psychologisch geschickt und trickreich (mit verschiedenen email Ziel-Adressen) wird dem Kunden vorgegaukelt, er hätte nicht nur einen, sondern am besten gleich mehrere reale Ansprechpartner (‘Hi Angela, I am Paul, your personal…’) in der Mailbox auf der anderen Seite – nichts als vorgefertigte Konserven; so wie Fast-Food vom Drive-In. Naja, die Ansprüche sind sicher in den letzten zwei Jahrzehnten nicht gestiegen – wenigstens was das betrifft. Dafür erwartet heute jeder selbstverständlich das ultimative ‘Geiz ist Geil’-Erlebnis. Wow!
Fragt sich nur noch: Wen interessiert’s? Und hier sind wir schon mitten im Dritten: Beim Thema SEO – Neudeutsch: Search Engine Optimisation oder Suchmaschinen-Optimierung. Um für Google, Yahoo, MSN und Konsorten möglichst attraktiv zu sein (ein Beauty-Contest für Maschinen…) müssen die Webseiten nach den Kriterien der Suchmaschinen optimiert sein. Man will ja schliesslich gefunden werden und gefunden werden kann man nur, wenn man auf den ersten drei – Puristen behaupten sogar: auf der ersten – Seite der Suchmaschinen-Ergebnisse auftaucht. Dafür gibt’s jede Menge Tricks, die man aber nicht zu offensichtlich anwenden darf, weil einen sonst die Spider bestrafen – häh?? Kurz: Wenn man es zu gut meint mit der Optimierung, dann tritt der gegenteilige Effekt ein und die Seite verschwindet von den Logenplätzen – irgendwo im Gestrüpp auf Seite 142…
Das kann einem auch passieren, wenn man zufällig in die Sch… tritt beim Texten; etwa so wie in einer belebten Strasse in der Fussgängerzone in…
Sie haben’s schon gemerkt: es geht um Traffic, die Besucherzahlen. Damit sich auch sowas wie ein Skaleneffekt einstellt. Bei 10 Besuchern im Monat etwas schwierig. 10’000 sollten es schon sein. Mindestens.
Dafür gibt’s dann auch noch die allseits bekannten Affiliate-Programme. Noch nie gehört? ‘Homepage + Partnerprogramm = Geld verdienen’? Alle diejenigen, die rechnen können, müssten von alleine drauf kommen: 10’000 Klicks * 0.20 Euro * 40% Provision = ein Managergehalt für Sparzwerge. Wenn man es dann noch auf die Stunden umrechnet, die Vati vor dem PC sitzt, um die 10’000 Klicks irgendwie herzuzaubern, dann artet das ganze doch wieder in Arbeit aus… Alles wie gehabt. Darum ist es auch so schwer, gute Affiliates zu finden, die wirklich zum eigenen Einkommen was beitragen können.
Na gut – wenn das mit den Suchmaschinen nix wird und auch die Affiliates nur müde gähnen, dann wenigstens Klicks kaufen. Das funktioniert sicher. Und das eigene Info-Product ist sowieso das non-plus-ultra – also kauft auch jeder zehnte, der auf die Google-Anzeige klickt. Sicher! Weil sonst geht nämlich die Rechnung nicht auf und am Ende des Monats ist das Mangergehalt nicht nur zwergenhaft, sondern rot. Mega-Rot.
Ach – und noch was: Wenn irgendwo wer etwas bezahlen soll (damit der Manager auch was zu essen bekommt), bewegt man sich schon mittendrin im ‘e-Commerce’. Plötzlich Beschäftigen Sie auch noch Fragen wie: Wer zahlt wem wann welche Steuern? Wie wird abgerechnet? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Internet-Geld und richtigem? Wie kann man brave von böswilligen, betrügerischen ‘Zahlern’ unterscheiden? Wozu braucht man ein Impressum? Wem darf ich wann eine email senden und warum nicht? Wie funktioniert eigentlich ein Sicherheitszertifikat? Was passiert, wenn mir ein paar Script-Kids meine Website knacken? Und noch so einige mehr…
Und die Moral von der Geschicht?
Eins-Zwei-Drei (Vier)? Ja, es kann wirklich so einfach sein; wenn man genau weiss, was man will, was man tut und wie man es tut.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Willkommen im richtigen Leben. Das Internet ist ja auch wirklich nichts anderes.
Der ganz normale Alltagsdschungel, nur viel viel grösser und viel dichter und mit viel mehr Wildwuchs – er ist ja noch so jung… und er wächst so schnell… und er wächst ja auch überall dort, wo kein Gesetz mehr hinkommt… Deswegen: Ausprobieren mit wenig Risiko, dazulernen, und das was funktioniert forcieren – und dabei immer weiter ausprobieren.
Regeln? Die müssen Sie sich schon selber machen.




