Website Marketing = SEO + Affiliate + Autoresponder + Info-Product?

… So oder hnlich sehen die gngigen Kochrezepte aus. Der volle Hype in den USA und eigentlich ‚world-wide‘ – ist doch die Internet-Weltsprache inoffizell/offiziell lngst schon Englisch – egal ob am Terminal ein US-Amerikaner, ein Englnder, ein Australier sitzt; aber auch fr Japaner, Koreaner, Chilenen, Mexikaner, Chinesen oder Inder – wenn einer professionell Internetten will, dann muss er wenigstens Englisch lesen knnen. Auch wir Deutsch-sprachigen. Punkt.

Also jetzt das Kochrezept:
Erstens ein ‚Info-Product‘ soll es sein – schliesslich dreht sich ja das ganze Internet letztendlich nur um Informationen, oder? Und wir leben ja schliesslich im ‚Information-Age‘, im Zeitalter des Wassermanns, in dem es nicht mehr so sehr um Gefhle und Mitmenschlichkeit, sondern um Kommunikation, Luftigkeit, das Merkur-Prinzip und den schnellen Informationsaustausch geht… Global eben. Egal ob nun als Mega-Konzern, oder als Internetpreneur mit Einem CEO=Sales Manager=Customer Support Agent=Logistics Manager=Putzteufel. Schliesslich haben alle die gleichlangen Spiesse – sprich: gleichgrossen Bildschirme beim Surfer – jedenfalls beinahe. Das ultimativ Demokratische – aber nur fr die Idialisten…
Denn auch hier gilt: Wer mehr weiss, kann es besser. Know-How Vorsprung = Marktvorsprung = Cash-Flow Vorsprung. Also auch hier eine Erste Welt, Zweite Welt und Internet-Dritte Welt… noch krasser sogar: Es gibt doch hier immer auch noch eine grosse Internet-Nicht-Welt…

Zweitens der Skaleneffekt. Um den Nutzen zu knnen muss man automatisieren; wie sonst soll man als One-Man Weltkonzern mit 100’000 Besuchern am Tag fertigwerden knnen und am Ende des Tages mit zufriedenen Kunden auch noch Geld verdienen – wo doch im Internet immer alles gratis zu haben ist…
Also Autoresponder. Psychologisch geschickt und trickreich (mit verschiedenen email Ziel-Adressen) wird dem Kunden vorgegaukelt, er htte nicht nur einen, sondern am besten gleich mehrere reale Ansprechpartner (‚Hi Angela, I am Paul, your personal…‘) in der Mailbox auf der anderen Seite – nichts als vorgefertigte Konserven; so wie Fast-Food vom Drive-In. Naja, die Ansprche sind sicher in den letzten zwei Jahrzehnten nicht gestiegen – wenigstens was das betrifft. Dafr erwartet heute jeder selbstverstndlich das ultimative ‚Geiz ist Geil‘-Erlebnis. Wow!

Fragt sich nur noch: Wen interessiert’s? Und hier sind wir schon mitten im Dritten: Beim Thema SEO – Neudeutsch: Search Engine Optimisation oder Suchmaschinen-Optimierung. Um fr Google, Yahoo, MSN und Konsorten mglichst attraktiv zu sein (ein Beauty-Contest fr Maschinen…) mssen die Webseiten nach den Kriterien der Suchmaschinen optimiert sein. Man will ja schliesslich gefunden werden und gefunden werden kann man nur, wenn man auf den ersten drei – Puristen behaupten sogar: auf der ersten – Seite der Suchmaschinen-Ergebnisse auftaucht. Dafr gibt’s jede Menge Tricks, die man aber nicht zu offensichtlich anwenden darf, weil einen sonst die Spider bestrafen – hh?? Kurz: Wenn man es zu gut meint mit der Optimierung, dann tritt der gegenteilige Effekt ein und die Seite verschwindet von den Logenpltzen – irgendwo im Gestrpp auf Seite 142…
Das kann einem auch passieren, wenn man zufllig in die Sch… tritt beim Texten; etwa so wie in einer belebten Strasse in der Fussgngerzone in…
Sie haben’s schon gemerkt: es geht um Traffic, die Besucherzahlen. Damit sich auch sowas wie ein Skaleneffekt einstellt. Bei 10 Besuchern im Monat etwas schwierig. 10’000 sollten es schon sein. Mindestens.
Dafr gibt’s dann auch noch die allseits bekannten Affiliate-Programme. Noch nie gehrt? ‚Homepage + Partnerprogramm = Geld verdienen‘? Alle diejenigen, die rechnen knnen, mssten von alleine drauf kommen: 10’000 Klicks * 0.20 Euro * 40% Provision = ein Managergehalt fr Sparzwerge. Wenn man es dann noch auf die Stunden umrechnet, die Vati vor dem PC sitzt, um die 10’000 Klicks irgendwie herzuzaubern, dann artet das ganze doch wieder in Arbeit aus… Alles wie gehabt. Darum ist es auch so schwer, gute Affiliates zu finden, die wirklich zum eigenen Einkommen was beitragen knnen.
Na gut – wenn das mit den Suchmaschinen nix wird und auch die Affiliates nur mde ghnen, dann wenigstens Klicks kaufen. Das funktioniert sicher. Und das eigene Info-Product ist sowieso das non-plus-ultra – also kauft auch jeder zehnte, der auf die Google-Anzeige klickt. Sicher! Weil sonst geht nmlich die Rechnung nicht auf und am Ende des Monats ist das Mangergehalt nicht nur zwergenhaft, sondern rot. Mega-Rot.

Ach – und noch was: Wenn irgendwo wer etwas bezahlen soll (damit der Manager auch was zu essen bekommt), bewegt man sich schon mittendrin im ‚e-Commerce‘. Pltzlich Beschftigen Sie auch noch Fragen wie: Wer zahlt wem wann welche Steuern? Wie wird abgerechnet? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Internet-Geld und richtigem? Wie kann man brave von bswilligen, betrgerischen ‚Zahlern‘ unterscheiden? Wozu braucht man ein Impressum? Wem darf ich wann eine email senden und warum nicht? Wie funktioniert eigentlich ein Sicherheitszertifikat? Was passiert, wenn mir ein paar Script-Kids meine Website knacken? Und noch so einige mehr…

Und die Moral von der Geschicht?
Eins-Zwei-Drei (Vier)? Ja, es kann wirklich so einfach sein; wenn man genau weiss, was man will, was man tut und wie man es tut.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Willkommen im richtigen Leben. Das Internet ist ja auch wirklich nichts anderes.
Der ganz normale Alltagsdschungel, nur viel viel grsser und viel dichter und mit viel mehr Wildwuchs – er ist ja noch so jung… und er wchst so schnell… und er wchst ja auch berall dort, wo kein Gesetz mehr hinkommt… Deswegen: Ausprobieren mit wenig Risiko, dazulernen, und das was funktioniert forcieren – und dabei immer weiter ausprobieren.
Regeln? Die mssen Sie sich schon selber machen.